Kino(t)räume für Frauen

In Zusammenarbeit mit Volker Schmid vom Kinocenter am Steinweg Gifhorn bietet das Frauenzentrum einmal im Monat von Oktober bis März einen Filmabend für Frauen an. Das Programmspektrum erstreckt sich von aktuellen Produktionen bis hin zu Klassiker der Filmgeschichte.

 

Termine Uhrzeit Ort

Donnerstags
jeden 2. Do im Monat

20.00 Uhr Beginn
19.30 Uhr Einlass
Kinocenter am Steinweg, Gifhorn

 

12.09.2019

 

Am 12. September ist es wieder soweit! Die Veranstaltungsreihe „Kino(t)räume für Frauen“ des Frauenzentrums startet um 20:00 Uhr im Kinocenter am Steinweg mit dem mehrfach ausgezeichneten Debütfilm der spanischen Regisseurin Carla Simón “Fridas Sommer“. Der Film ist das sensible Porträt eines Mädchens, das sich nach dem Tod seiner Eltern in seinem neuen Leben einfinden muss. Zwischen den Bildern erfährt das Publikum die Geschichte der Elterngeneration, die nach Ende der Franco-Diktatur Freiheiten auslebte und von denen einige dafür einen bitteren Preis bezahlen mussten.

Am 10. Oktober erzählt Aynur in „Nur eine Frau“ von Sherry Hoffmann ihre Geschichte. Mitten in Berlin wird Aynur (Almila Bagriacik) von ihrem Bruder Nuri (Rauand Taleb) auf offener Straße erschossen. Wie ist es zu dieser Tat gekommen?

Der us-amerikanische Film „Die Berufung - ihr Kampf für Gerechtigkeit“ setzt die Reihe am 14. November fort. Mimi Leder verfilmte die wahre Geschichte von Ruth Bader Ginsberg (Felicity Jones). Sie ist eine überaus willensstarke Frau, die sich in einer Männerwelt durchzusetzen versucht und der dabei immer wieder Steine in den Weg gelegt werden – da hilft es auch nichts, dass sie ihr Juastudium als Jahrgangsbeste beendet.

Die Odyssee zweier jungen Frauen durch die Türkei und Griechenland steht im Zentrum des Films „Djam“, der am 12. Dezember gezeigt wird. Vor der Kulisse von Finanzkrise und Flüchtlingsproblematik, teils tragisch, teils komisch, vor allem aber musikalisch ist das Drama eine Liebeserklärung an das Leben und die Freiheit.

Drei weitere ausgezeichnete Filme gibt es 2020 zu sehen „ Die Frau des Nobelpreisträgers“ (09.01.20), „Gegen den Strom“ (13.02.20) und „Geniale Göttin: die Geschichte von Hedy Lamarr“ (12.03.20).

 

 

14.03.2019

 

Die Nacht der Nächte
Von Yasemin Samdereli, Nesrin Samdereli

Mit dem Dokumentarfilm „Die Nacht der Nächte“ am 14. März verabschiedet sich die Reihe Kino(t)räume für Frauen des Frauenzentrums in die Sommerpause.

Unsere Gesellschaft wird immer schnelllebiger – nicht nur auf Beruf und Alltag trifft diese Beobachtung zu, sondern auch auf zwischenmenschliche Beziehungen. Während es vor gar nicht allzu langer Zeit noch ganz normal war, dass zwei Menschen ein ganzes Leben lang zusammenblieben, hält heute kaum noch eine Beziehung länger als ein paar Jahre. Doch noch in der Generation unserer Großeltern heirateten Menschen, die sich oft kaum kannten und dennoch ihr ganze Leben miteinander teilten. Die Regisseurinnen Yasemin Samdereli und Nesrin Samdereli stellen in ihrer Dokumentation „Die Nacht der Nächte“ vier Paare vor, die mehr als 55 Jahre zusammen sind: Ein indisches Ehepaar, das die Regeln des Kastensystems durchbrach, ein zwangsverheiratetes japanische Ehepaar, ein Nachkriegspaar aus dem Ruhrgebiet und zwei schwule Männer aus den USA, die nach jahrzehntelanger Beziehung endlich heiraten durften. Alle Paare erklären, was sie zusammenführte und wie man es schafft, so lange zusammenzubleiben…

 

 

14.02.2019

 

Was werden die Leute sagen
Von Iram Haq
Mit Maria Mozhdah

Am 14. Februar gibt es in der Reihe Kino(t)räume für Frauen des Frauenzentrums den Film „Was werden die Leute sagen“  im Kinocenter zu sehen. Es ist ein Film über Liebe und Courage und darüber, seinen eigenen Weg zu finden.

Die fünfzehnjährige Nisha (Maria Mozhdah) lebt ein Doppelleben. Zuhause gehorcht sie strikt den Traditionen und Werten ihrer pakistanischen Familie. Draußen mit ihren Freunden verhält sie sich wie ein ganz normaler norwegischer Teenager. Doch als ihr Vater (Adil Hussain) sie mit ihrem Freund erwischt, kollidieren ihre beiden Welten brutal. Nisha wird von ihren Eltern nach Pakistan gebracht. Sie hat Angst und fühlt sich allein in der Fremde. Aber Stück für Stück entdeckt sie das Land und die Kultur ihrer Familie. Die kraftvolle Darstellung von Maria Mozhdah macht allen Schmerz und Selbsterhaltungswillen einer Heranwachsenden spürbar, die sich ins Leben ausstrecken will, ohne ihre Wurzeln abzuschneiden. Darin geht der Film weit über die ganz normalen Teenagernöte hinaus und zeigt den schwierigen Spagat, den junge Migranten aushalten müssen.

 

 

 

10.01.2019

 

Lady Bird

Von Greta Gerwig, mit Saoirse Ronan, Laurie Metcalf


Am 10. Januar wird mit „Lady Bird“ der mehrfach oscarnominierte Spielfilm von Greta Gerwig in der Reihe Kino(t)räume für Frauen des Frauenzentrums gezeigt.

Die 17-jährige Christine (Saoirse Ronan) besteht darauf „Lady Bird“ genannt zu werden und ist auch sonst nicht gerade einfach. Kurz vor dem Schulabschluss will die Teenagerin vor allem eins: weg! Weg von der eher progressiven, aber trotzdem katholischen Schule. Weg aus der Heimatstadt Sacramento. Weg von der Familie, ihrer Mutter Marion (Laurie Metcalf), die Doppelschichten als Krankenschwester schiebt, und dem arbeitslosen Vater (Tracy Letts). Und Lady Bird weiß auch schon, wohin es sie zieht.

Es soll ein College an der Ostküste sein. Zwar hat Lady Bird nicht die nötigen Noten und ihre Familie auch nicht das nötige Geld, um sie auf eine renommierte Ostküsten-Uni zu schicken. Lady Bird träumt trotzdem davon. In ihrem letzten Jahr an der Schule hängt Lady Bird mit ihrer besten Freundin Julie (Beanie Feldstein) rum, während die Zeit vergeht und die Entscheidung immer näher rückt.

Der Film beginnt um 20.00 Uhr im Kinocenter am Steinweg. Der Einlass erfolgt bereits um 19.30 Uhr.